Ich aß natürlich nicht gerade wenig, aber ich hatte heute Morgen ja auch keine Waage und als ich heute am späten Nachmittag nach Hause kam waren es 55.2 mit Essen. Also kann es nicht so schlimm gewesen sein.
Gestern Abend war erst die Musical-Aufführung, bei der ich eigentlich alles gut hinbekam :)
Danach tanzten wir noch ein bisschen und aßen und dann fuhren wir zu einer Halle, in der wir schlafen sollten. Die anderen liefen. Meine Freund und ich fuhren mit seinem Auto und hatten ein wundervolles Gespräch, was mir ein permanentes Grinsen auf die Lippen zauberte. Als die anderen dann auch kamen, legten meine Freundin R. und ich unsere Sachen dahin und gingen dann zusammen mit Mo. auf den Flur und unterhielten uns.
Mo. wollte ja noch bleiben, bis wir schlafen gehen würden.
Wir unterhielten uns 1,2,3 Stunden.. dann gingen wir woanders hin (war so ein Schulgebäude). Und eigentlich wollte ich ja diese Nacht kotzen, aber Mo. und R. waren die ganze Zeit bei mir, also hatte ich keine Chance.
Dann stand da eine Bank, bestehend aus 2 Holzlatten (übertrieben unbequem) auf die wir uns setzten. Und irgendwann legte ich dann meinen Kopf auf Mo.'s Schoss und schlief ein. Auch wenn das mega weh tat. R. und Mo. redeten dann weiter und ich schlief.
Zwischendurch wachte ich dann immer mal auf und sah in die Augen meines wundervollen Freundes, redete kurz mit und schlief dann weiter.
Mehrmals in der Nacht wollte Mo. gehen, aber im Halbschlaf quengelte ich immer irgendein wimmerndes Nein heraus. Ich wollte, dass er bei mir bleibt, dass er mich vor mir selbst in Schutz nimmt, damit mir nichts passiert. Und das tat er.
Die ganze Nacht waren wir auf der Bank, bis morgens um 7:20 Uhr. Dann fuhr Mo. nach Hause und R. und ich legten uns in die Halle und schliefen sagenhafte ... ehm keine Stunden. Eher eine....
Aber es war so wundervoll die Nacht über so viel geredet zu haben und um so viel mehr Vertrauen als vorher aufzubauen.
Der restliche Tag war dann auch noch ganz schön, vor allen Dingen mit dem schönen Wetter.
Nur Abends Zuhause kam der Zusammenbruch. Ich wollte eigentlich lernen und Hausaufgaben machen, aber innerhalb zwei Stunden kam nichts zustande.
Ich versuchte es ehrlich, aber sobald ich auf die Blätter schaute, brach ich weinend auf dem Boden zusammen.
Mir ist alles zu viel. Viel zu viel.
Ich merke, wie ich schlechter werde. Ich ekel mich sehr vor mir. Ich versage sehr viel. Ich verbaue mir Chancen.
Eigentlich kann ich alles. Ich bin ja nicht dumm. Ich hätte so viel schaffen können, aber..
Da war diese Blockade im Kopf.
Dann wollte ich wieder kotzen, wünschte, dass Mo. bei mir wäre und mich rettet.
Aber naja. Ich habe auch alleine durchgehalten. Wow.
Bin vor kurzem auf dein Blog gestoßen und werde mal ein bisschen mitlesen :)
AntwortenLöschenDas Gefühl kenne ich, nicht zu genügen, eigentlich mehr zu wollen, aber es nicht zu schaffen. Ich hoffe, es geht dir bald wieder besser.
Aber du hast nicht gekotzt, das hast du ganz alleine geschafft, und es war gut und richtig. Du bist mehr wert als du in solchen Momenten denkst.
LG, Blue
Hei
AntwortenLöschenHabe dich getaggt :)
Lg
Der Beitrag fängt so wunderschön an. Es klingt so befreiend, so frei was du schreibst. Nach einem Gefühl des 'ich habe jemanden der mich beschützt'. Das hat du so sehr verdient.
AntwortenLöschenIch wünsche Dir solche Momente noch viel öfters.
Und weißt Du was? Vielleicht ist es die kleine Kraft die dir die anderen gegeben haben, damit du es zuhause, trotz der ganzen Überforderung die du verspürt hast, alleine schaffst! Und du kannst mega stolz auf Dich sein, oder bist du es nicht?
Liebste Grüße, Jacki <3