Dienstag, 30. September 2014

Hyperventilieren.

Heute Nacht hatte ich mich dann noch geschnitten. So tief wie vorher noch nicht. Mir wurde so schlecht und schwindelig und alles. Das war nicht so cool.
Und dann legte ich mich ins Bett und mein Atmung war richtig schlimm. Ich wollte ruhig atmen, aber es ging nicht. Ich holte viel zu tief Luft, holte noch einen Zug hinterher, dann alles wieder raus. Ich hatte mal wieder Angst, die Nacht nicht lebend zu überstehen, aber ich schlief dann irgendwann ein und träumte auch noch vom Kotzen und meinen Schnitten. 
Morgens wachte ich dann auf, ohne Freude auf die Waage, denn ich wusste ja, dass sie nichts Gutes zeigen konnte. Es waren 55.1. Ich wollte ja fasten, aber meine Mutter war dann doch noch Zuhause und hatte mir 2 Stück Blechkuchen hingestellt. Also rein damit. In der Schule wäre ich am liebsten Kotzen gegangen, aber ich tat es dann nicht. 
In der ersten Pause fing es an, dass ich nicht vernünftig gerade stehen konnte. Meine Beine zitterten und wenn ich mich nicht drauf konzentrierte auf beiden Beinen zu stehen, verlor ich auch schon mal das Gleichgewicht. Dann rief einer auch noch was zu mir. Ich verstand Sky High und dachte dabei, wieder mit rasendem Herzen, jetzt ist es vorbei. Woher kennt er deinen Blognamen. Ich stutze kurz und fragte dann nach, was er gesagt hatte. Dabei hatte er nur den Tshirt Aufdruck Fly High vorgelesen. Glück gehabt.
In der nächsten Pause war ich dann allein. Ich saß draußen, es war ja schließlich schönes Wetter. Und da ging das Zittern dann weiter. Meine Beine taten so weh vor Zittern und ich atmete so schnell. Kurz und schnell. Während ich irgendwie nur in die Leere schaute, sah ich wie sich mein Bauch hebte und sank. Ganz schnell. Weiß nicht warum.
Nachmittags hatte ich dann wieder Fahrstunden, und ich musste mich einmal echt beherrschen, nicht loszuweinen. Ich kann es einfach nicht. Ich werde niemals Auto fahren können. Ich bin so unfähig.
Zuhause aß ich dann eine Müslistange, die mir Mama mitgegeben hatte und trank dazu einen Tee. Erst wollte ich noch einen Joghurt nehmen, stand vorm Kühlschrank, aber schloss ihn dann wieder, ohne einen genommen zu haben. Disziplin. 55.0.
Dann hatte ich Training und Theorie. War dann gegen 20:45 Uhr zu Hause und aß da noch Suppe, einen Joghurt, ein paar gebrannte Mandeln und 1/2 Scheibe Baguette und einen halben Brotstick. Bäm. 55.4. Schrecklich. Duschen und Kotzen gegangen. 55.3.
Morgen muss es definitiv weniger Essen werden.
Damit ihr euch nicht langweilt, hier mal wieder ein Bild, von heute morgen.


Montag, 29. September 2014

Fertig

So mal vorne weg, das hier könnte jetzt chaotisch werden.

Gestern habe ich zwei Mal gekotzt. Das Frühstück und das Abendessen. Also nach jeder Mahlzeit die ich hatte. Heute Morgen hatte ich dann 54.8. Und jetzt heute Abend 55.7.
Ich komme absolut nicht mehr drauf klar. Ich bin so fertig. Den ganzen Tag denke ich darüber nach, wie ich mir mein Gewicht und eine Abnahme sichern kann, weil ich eigentlich schon weiß, dass ich es nicht schaffen werde. Ich denke einfach die ganze Zeit drüber nach, will es schaffen, tu es nicht. Ich esse nur noch aus Angst und habe Angst davor. Ich habe absolut keinen Bock mehr auf Kommentare von Mama. Also stopfe ich mir irgendwelche Kalorien rein, tu auf normal und setze dabei noch ein Lächeln auf. 
Ich hasse Essen ! Ich hasse es einfach ! Das macht mich so fett, das zerstört mich so. Ich kann es einfach nicht mehr sehen. Ich wollte einfach nur dieses eine Mal ein Ziel erreichen, was ich mir aufgestellt habe. Und wieder nicht. 19 Tage und über 3 Kilo. Als ob. Ich bin so ein Versager. Ich hasse mich. Und mit jedem einzigen Bissen tu ich es mehr. Jeder Biss ist ein Schritt in Richtung Selbstzerstörung. Jeder Biss zieht mich runter. Jeder einzelne, verdammte Biss bringt mich zum Scheitern. Und ich scheitere immer mehr. Ich wollte nie so fett sein. Ich habe immer vom Dünn sein geträumt. Dünn. Dieses Wort. Dünn. Aber ich bin fett. Fett. Fett. Fett. Und es wird sich einfach nicht ändern, weil ich ein Versager bin. Zu nichts fähig. Zu kaputt. So fertig. So am Ende. Und keiner kann es sehen. Warum sollte man auch? Das ist ja schließlich mein Kampf, mein Ding, ungestörtes Kaputtgehen, ungehinderter Tod. Innerlicher Tod. Ja, ich bin irgendwie tot. Ich funktioniere einfach nur noch. Lächeln, sagen, dass alles gut ist, wie gut es mir geht, wie toll mein Leben ist, dass ich zwar noch etwas orientierungslos bin, aber optimistisch, und alles sich fügen wird.
Ein Dreck wird passieren, ok? Wovon träume ich noch? Ich träume vom Kaputtgehen. Oh ja. Zu was anderem bin ich nicht mehr gut. 
Ich schreibe meine einsen, zeige sie nicht mal Zuhause, weil es eh normal ist, dass ich sie schreibe. Das wird gesagt. Für wen tu ich es dann eigentlich? Für wen tu ich mir das immer an gut zu sein? Für mich selbst? Für euch? Keine Ahnung. Ich wollte doch nur, dass man stolz auf mich sein kann. Ich will immer noch alle Erwartungen an mich erfüllen. Ich gehe dabei irgendwie zur Strecke, aber das interessiert nicht. Hauptsache ich mache es so, wie man es von mir denkt. Da ist es echt egal, wie ich es schaffe. Hauptsache es geht. So bleiben, wie es von mir erwartet wird. Wie mache ich das bloß, betäub mich einfach selber. Will diesen Schmerz nicht spüren. Meine Wünsche, die mir nicht erfüllt werden. Das Leben, das ich nicht fühlen kann. Die Liebe, die an mir vorbei läuft. All das passiert nur noch. Der Schmerz ist unermesslich. Zu tief in mir drin. Niemand kann ihn sehen. Er ist meiner und ich habe ihn vergraben. Ich kann ihn nicht gebrauchen in meiner perfekten Illusion. Manchmal klopft er an, meldet sich zurück, wirft mich aus der Bahn. Ich kann ihn nicht gebrauchen. Er interessiert doch eh nicht. Ich interessiere nicht. Einfach nur am laufen bleiben. Und würde es jetzt jemanden interessieren, dann wäre das einfach nur gestellt und so unehrlich. Seit Jahren ist es unwichtig. Und niemand kann mir erzählen, dass es nicht mal eine Minute auffällt, wenn ein Mensch auseinander bricht. Okay, sowas soll es schon mal gegeben haben, aber ich glaube nicht daran. Aber man. Ich will es auch gar nicht. Ich will nicht, dass man sieht, dass ich zerbrochen bin. Nein. Das gehört nicht zu mir. Was soll ich mit aufgesetztem Mitleid? Das kann doch kein Mensch ernsthaft gebrauchen.
Ich zumindest nicht. Ich mache aus dieser Sache einfach mein eigenes persönliches Ding. Mein eigenes Programm. Es nennt sich sowas wie, endgültige Gefühlsvernichtung, oder Vollendung des Nichts. 
Nichts, das ist was ich im Moment will. Nichts. Ich will nichts essen. Das ist mein Plan für morgen. Nichts. Hoffen, dass Mama morgen früh aus dem Haus ist. Das Essen wegtun, Nichts mitnehmen. Nichts Nachmittags, da bin ich nämlich eh erstmal bei einer Fahrstunde (Mein Nichts beweisen), und Abends Nichts essen. Nichts. Das ist auch das einzige, was ich mir verdienen kann. Nichts. Ich liebe die Leere, den Hunger, den Schmerz. Moment, den wollte ich doch eigentlich ganz tief verbannen, aber er lässt mich auch am Leben. Okay, ich will den Schmerz, ich will spüren, dass ich noch hier bin. Ich will den Beweis. Ich will das Blut sehen, dass mich bewahrt. Ich will es sehen. Ich will es jetzt sehen. 

Samstag, 27. September 2014

Kreislauf wieder am Anfang..

..., falls es den in einem Kreislauf überhaupt gibt.

So, dann berichte ich mal von den letzten Tagen. Die waren ziemlich voll, weswegen ich leider keine Zeit finde, groß zu schreiben.

Fange ich mal mit was coolem an. Meine erste Fahrstunde am Mittwoch war ganz cool. Gleich am Donnerstag hatte ich die nächste und es war echt lustig, und jetzt bin ich ziemlich entspannt, was weiteres angeht, weil ich mich einfach drauf freue.

So, das war der kleine "coole" Part. Jetzt mal im Detail.
Am Mittwoch, ca. eine Minute nachdem ich meine Fahrstunde begann, hatte N. einen Motorradunfall. Ich konnte ihn dann den ganzen Tag nicht erreichen und wusste auch nicht wirklich, was er hat. Es ist zum Glück nicht groß was passiert, aber das warf mich kurzzeitig über Bord. Es war so:
Ich kam total erleichtert und freudig von der Fahrschule ins Haus und las eine Nachricht von Moritz, in der stand: "Schatz? Ruf mich bitte sofort nach der Fahrstunde an".
Ich dachte er wollte wissen wie es lief, und deswegen plapperte ich dann auch gleich fröhlich los. Dann zwischendurch, als ich den nächsten Satz anfangen wollte, sagte er, er müsste mir was erzählen. Ich aber auch, also redete ich weiter, bis ich ihn reden ließ und dann sagte er: "Es ist nicht ganz schlimm, aber N. (mein Herz klopfte ganz schnell) hatte einen Motorradunfall, aber ich glaube ihm gehts gut.".
Ich fing dann an zu essen: Birne (weil ich für N. versuchen wollte mal auf Süßes zu verzichten), Milchreis und dann ging ich wieder kotzen. Dann aß ich weiter: Kekse und Eis.
Ich war den Tag über dann ziemlich abwesend und ständig den Tränen nah. Es war so erleichternd, als ich dann abends eine Viertel Stunde vor Besuchszeitenschluss noch ins Krankenhaus konnte und ihn sehen konnte.

Donnerstag war ich den Tag über eigentlich ziemlich gut drauf bis es abends dann Schlag auf Schlag schlecht wurde. Ich wurde stehen gelassen, von meiner Mama. Sie wollte mich abholen, aber da sie mit meinem Bruder schreiben wollte, wurde ich einfach mal hinten an gestellt. N. besuchen konnte ich dann auch nicht mehr, und das Gespräch, dass wir beim Schreiben hatten, zog mich nur noch mehr runter. Nebenbei war ich am Lernen für meine Englisch-LK Klausur und am Tee trinken, um keinen Hunger zu bekommen, weil ich nichts zu Abend aß.

Heute, am Freitag, ging es dann wieder weitaus positiver. Endlich hatte ich wieder die 54 vorne (54,9). Meine Klausur lief spitze und ich bin jetzt einfach nur erleichtert, dass ich sie hinter mir habe. Nachmittags war ich die ganze Zeit bei N. und wir redeten ein paar Stunden. War auch voll gut. Einfach reden. Wer mich wirklich kennt, weiß, dass ich gerne rede. Umso trauriger, dass meine depressiven Phasen manchmal all das kaputt machen.
Aber das tat einfach gut, weil ich mit ihm einfach über alles Mögliche stundenlang quatschen kann, einfach mal so zwischendurch.
Naja, Kurzum, eigentlich fühle ich mich gut gerade. :)

Nun zur Überschrift des Posts. Ich wurde die letzten Tage regelrecht gemästet. Meine Mama fängt irgendwie wieder mit ihrem mich vollstopfen an, weil ich ja "nichts auf den Knochen habe". Lächerlich, weil ich wirklich nicht mega mäßig dünn bin.
Da kommts dann schon mal vor, dass ich nur meinen angefangenen Joghurt aufessen will und mir noch ein voller nachgeschoben wird + Ananas (abgelehnt) + noch mehr Joghurt (ebenfalls abgelehnt). Das war am Dienstagabend.
Mittwochmorgen liegt da dann eine Brötchenhälfte mit wirklich richtig mega hammer fett Butter drauf, dass ich denke ich werde verrückt. Ich hätte heulen können. Das war so schlimm. 
Aaber,.. jetzt habe ich die Kurve wieder bekommen, bzw. bekomme sie.
Ich merke wie schnell es sich nach der "Fress-/Zunehmphase" wieder drehen kann.
Heute Abend habe ich 55.1, also 200 g mehr als morgens. Damit nehme ich wieder ab. Das finde ich echt gut, aber ich weiß auch, dass ich mich voll schnell da rein steigern kann, sprich, ich dann wieder nach ein paar Tagen Angst bekomme, dass ich nicht weiter abnehmen kann. Dann kotze ich bestimmt wieder uund... so .. weiter..
Nein, soweit soll es nicht kommen. 
Ich möchte jetzt einfach weiter und weiter Kalorien reduzieren, bis ich wieder auf das meiste verzichten kann. Hauptsache nicht die Kontrolle verlieren und kotzen. Das will ich nicht.
Phase 1 ist meine "Hunger-/Abnehmpase". 
Ich will es doch noch schaffen. Ich habe nicht mehr viele Tage. Aber ich MUSS.
Ich halte es nicht aus immer stetig zu versagen.
Ich brauche nur meine Disziplin. 
Mein Wille sagt, nimm ab, mein Verstand sagt, nimm ab, aber mein Verlangen sagt: ISS.


Ich werde es diesmal schaffen. Ich werde es diesmal schaffen. Ich WERDE!


Donnerstag, 25. September 2014

Barbie? No, Thanks.

I see the magazine workin' that Photoshop.
We know that shit ain't real
C'mon now, make it stop.
If you got beauty building, just raise 'em up,
'Cause every inch of you is perfect
From the bottom to the top.

You know I won't be no stick figure silicone Barbie doll.
So if that's what you're into then go ahead and move along..

I know you think you're fat
But I'm here to tell ya
Every inch of you is perfect from the bottom to the top!

http://youtu.be/HAlz5TiKOCM

Sonntag, 21. September 2014

20.09.2014

Joar,.. lang nicht mehr gemeldet.
Ich habe auch echt keine Veränderungen zu melden. 
Ich bin am zunehmen. Aber richtig.
Naja, eigentlich bin ich jetzt wieder am abnehmen, nur mein Körper spielt nicht so mit. Muss mal wieder auf natürliche Afm setzen. (Hatten wir das nicht schon mal?)
Ich gebe auch zu, dass ich mich ziemlich hab gehen lassen, weil ich nicht so ganz klar komme im Moment. Ich zweifel stark und komme zu leicht unter Stress. Heute zum Beispiel war ich auf dem Verkehrsübungsplatz. Das erste Mal wirklich Auto fahren und irgendwann war ich am heulen. Nichts für Perfektionisten. Nichts für mich, wenn ich es nicht abkann Fehler zu machen. Ich kann geduldig sein, jedoch niemals mit mir.
Ich habe jetzt seit einer Woche nicht gekotzt. (Erfolg?) Und seit 8 Tagen nicht geschnitten. Was ziemlich gut ist, weil das für mich bedeuten kann, dass diese Phase beendet ist. (Phasen in diesem endlosen Teufelskreis)
Ich hoffe, dass ich es nächste Woche mit dem Abnehmen wieder in Angriff nehmen kann.
Habe nur noch 27 Tage um auf 51.8 zu kommen. :'( Ich will das doch unbedingt schaffen.

Ach man ich kann nichts mehr schreiben. Mich regt einfach nur alles auf. Ich gehe einfach unter und alles was ich mir wünsche geht kaputt.

Montag, 8. September 2014

Messer geschärft, Schärfe im Hals

Freitag in der Freistunde schliff ich dann noch schnell mein Messer und als ich alleine an der Bushaltestelle wartete, probierte ich schnell zwei mal am Arm aus, ob es scharf genug sei. Es ist. Ich packte es dann in meine Tasche und hatte nicht vor es zu benutzen. Dann kam ich in der Schule an und es war eh alles irgendwie doof gerade und dann rannte mir so ein kleines Mädchen mit ihrem Butterbrot auch noch genau gegen den Ärmel. Da brannten plötzlich alle Leitungen durch und ich verzog mich auf direktem Weg zu den Toiletten, wo ich mich dann drei Mal schnitt. Ich habe dieses Gefühl so vermisst.
Seit dem habe ich es aber auch nicht mehr gemacht. :) So tun als sei man stolz drauf.
Am Samstag gab es nochmal Stress Zuhause, alle Schuld wurde auf mich geschoben, aber damit kam ich dann irgendwie klar. Und wir waren alle mit Moritz Ski fahren.
Mein Gewicht machte mir am Wochenende mit über 50 echt Sorgen.Trotz Sport und eigentlich noch annehmbaren Essensmengen..
Am Sonntag war ich dann erst bei Moritz und ging von da aus zu N. Das fand er glaub ich nicht so lustig, aber ich musste dringend mit N. weiter reden, was eigentlich wieder eher nichts wurde, weil wir mehr über alles mögliche gelacht haben, als ernst zu reden. Nur die letzte halbe Stunde wieder. 
Ich weiß dazu immer noch nicht mehr.

Heute habe ich dann wieder zwei Mal gekotzt.
Einmal 400g danach weniger auf der Waage
und einmal 100g. 
Das war wieder eigentlich nur eklig, scharf, aua, durch die Nase, bäh.
Und gleichzeitig so befreiend.

Ich haue jetzt wieder ein bisschen mehr rein:

Noch 39 Tage für 2.9 Kilo.

(Heute Morgen 54.7--> Ziel: 51.8)

Freitag, 5. September 2014

Rückfalle, Hochfälle

Ich habe ein bisschen was zu erzählen..
Am Mittwoch hatte ich in den ersten beiden Stunden SoWi. Ich hab in dem Kurs niemanden, mit dem ich wirklich was zu tun habe (über 30 Schüler im Kurs).
Ich kam an diesem Tag eine Minute zu spät, ging in den Raum rein und stand eine gefühlte Minute lang hinten im Raum, um zu gucken, wo noch Platz für mich ist. Ich fragte dann, ob irgendwo noch ein freier Stuhl sei, jemand sagte nein. In erster Reihe, direkt vor dem Lehrerpult hatte ich derweil einen freien Tisch entdecken, also verließ ich den Raum um einen Stuhl zu holen. Als ich den dann nach vorne brachte, sah ich auch, dass daneben noch ein Platz frei war, aber was solls, ich wusste eh, dass da jemand anderes noch sitzt, der an dem Tag nicht da war. Also saß ich da dann ganz alleine vor dem Pult und dachte ich könne die Stunde jetzt einfach über mich ergehen lassen. Bis das Wort Gruppenarbeit fiel. Alle standen auf, hatten direkt ihre Gruppen und ich saß da und sagte mir nach einer Zeit, wenn du jetzt nicht aufstehst, dann wird es peinlich. Ich ging dann einfach zu einer unvollständigen Gruppe Mädchen. Diese Doppelstunde war schrecklich. Mich zog das so runter.. So extrem. Ich hätte heulen können. Aber ich riss mich zusammen und dann war das okay. Nach meinem Unterricht, traf ich mich dann nachmittags mit N. Wir redeten erst normal und ziemlich spät erst darüber, worüber wir eigentlich reden wollten. Welcher Satz von ihm mich am meisten berührt hat war folgender. Es hat mich noch nie so verrückt gemacht, dass du gegangen bist. Da ging es um Montag, nachdem ich kurz bei ihm war. Generell hat er so krasse Sachen gesagt, von denen ich gar nicht glauben kann, dass er von mir redet, dass ich ihm so viel bedeute, dass ich so einen Wert habe.
Als wir gehen mussten konnte ich gar nicht anders, als ihn einfach in den Arm zu nehmen und ganz fest zu halten. Das war so ein schöner Moment. Und gleichzeitig so schwer, weil ich meine Gefühle gegenüber ihm nicht mehr einordnen kann. 
Ich bin so eine schlechte Freundin.

Und jetzt noch etwas in Bezug auf mein Gewicht. Ich bin wieder in meiner Fressphase angekommen, gestern locker über 20 Kekse.. Vorm Reiten hatte ich 55.7. Nach dem Reiten war ich noch mit Moritz Joggen. 6 Kilometer. Als ich dann auf die Waage ging, waren es 54.8. Ich hab mich voll gefreut, war irgendwie erleichtert, aber dann hatte ich vom Abendessen, wo ich wirklich nicht übermäßig viel hatte ( Focaccia, Salat und noch so ein gebackenes Ding, aber klein, und einen Pudding) 55.8! Mehr als vor dem ganzen Sport. Unmöglich, aber leider wahr gewesen. Das hat mich kurzzeitig so deprimiert, ich musste mich einfach schneiden. Es war nicht mal ein Drang danach, aber ich tat es trotzdem. Mein Messer ist total stumpf, deswegen ist nur ein Schnitt dabei rausgekommen. Der Rest sind nur Kratzer. 
55.8-Ich bin so fett geworden, und habe die ganzen Tage das Gefühl gehabt die Kontrolle vollkommen verloren zu haben. Motivation=0 und einfach nur alles in mich reinfressen. 
Heute Morgen dann 55.5. Fress-Rückfall, Gewichts-Hochfall. Das Wort existiert nicht mal. Es ist gegensätzlich. Man kann nicht Hochfallen. Fallen ist unkontrollierbar. Man kann aber Hochsteigen. Das ist kontrollierbar.
Falle ich also hoch, weil ich keine Kontrolle mehr habe?
Oder steige ich hoch, und kontrollier es nur nicht?
Keine Ahnung.
Jedenfalls habe ich gerade zwei Freistunden und bin nach Hause gegangen, um mein Frühstück auszukotzen. Das tut nach 2 1/2 Stunden schon weh, hat auch schon echt keinen Sinn mehr, aber was solls. Eh alles egal. Hauptsache ich nehme wieder ab.

Mittwoch, 3. September 2014

Gerissen

Mein rotes Band ist jetzt nach 2 1/2 Monaten gerissen. Ist die Bedeutung jetzt kaputt? Muss ich jetzt aufhören mit der Bedeutung?

nein

Dienstag, 2. September 2014

Zwei Wochen geschafft, 10 Monate

So, heute sind es dann 10 Monate, die ich mit meinem Freund zusammen bin. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, und wie wenig scheinbar passiert.
Im Moment wird es immer schwieriger zu lieben und das alles mit sich selbst zu vereinbaren. Ich kann im Moment nicht diese perfekte, glückliche Beziehung führen. Zu viel steht dem im Wege. Nicht zuletzt N. Aber es hängt zu viel an dieser Beziehung. Zu viel, das ich nicht einfach aufgeben möchte. Also macht man einfach weiter. 
Versteht es nicht falsch. Ich liebe ihn, aber trotzdem ist da im Moment etwas Komisches.

Naja, wie dem auch sei. Heute in der ersten Pause stand ich da mit N. und wir haben ein bisschen gequatscht, alles war cool und dann kam Moritz zu mir. Und dann schwieg N., guckte weg und verabschiedete sich dann. Doch bevor er ging verstrich einige Zeit und ich stand so sehr zwischen den beiden, dass es extrem weh tat. Wer steht schon gerne zwischen seinem besten Freund und seinem Freund, während die beiden sich gerade mal dezent verachten?. Zwei Stunden später konnte ich dann für Freistunden nach Hause und... fing an zu fressen: Babybrei mit Marmelade und Streuseln
Schokoriegel, Schokobonbon, Popcorn, Eis. Ich wollte nicht kotzen. Ich dachte mir, so zur Feier des Tages halte ich mal noch durch, aber dem war nicht so. Das Popcorn und das Eis waren direkt danach raus. Das war das erste Mal kotzen nach genau zwei Wochen. Ich hätte wahrscheinlich noch mehr ausgekotzt, aber ich musste dann zurück zur Schule für eine Stunde.
In der Stunde schrieb ich N. dann, dass ich seine Arme brauche. Und nach dem Unterricht trafen wir uns dann noch einen Moment. Er nahm mich in den Arm, fragte was los sei und ich sagte kurz was Sache war, auch wenn es irgendwie schwer war. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er mich nicht ganz ernst nahm. Das sagte ich ihm vorhin auch nochmal, und er schrieb mir, dass er mir das morgen erklären will. Also morgen mehr dazu.

Der Tag war ansonsten noch gut.. (blabla) Ich aß Mittags mit Moritz dann nochmal etwas Mittagessen und dann noch einen Joghurt und dann noch ein Eis (ausgekotzt).
Dann hatte ich 45 Minuten Tanzen, Fahrschule und dann ging's mit Moritz zu Meckes. Einen Salsa Chicken, etwas vom Chicken Burger und Schokolade. Zuhause dann noch etwas von Mamas Gemüse Abendessen. Es war also ein wahnsinniger Fresstag und ich wunder mich ganz ehrlich, warum ich 55.1 wiege (heute Morgen 54.8). Vielleicht hatte mein Körper es nötig, oder weiß nicht was. Morgen wird es auf jeden Fall wieder weniger. Ich fühle mich so fett. Schwanger ist nichts dagegen.
Und ich habe ein neues Ziel. Ich habe mir einen Pullover in London gekauft, den ich bei 51.8 zusammen mit einer Leggings und Vans tragen will. Vorher werde ich ihn nicht anziehen. (Oh Wunder, da war doch was mit der Camouflage-Hose, die ich mir im Sommer letztes Jahr 2013 gekauft habe, und bei 52 tragen wollte. Komisch, dass ich sie erst einmal an hatte und das eine Ausnahme war.....).
Naja wie dem auch sei.
Bis dahin sind es laut Gewicht von heute genau 3 Kilo. 
Da ich im Moment, wohl gerade wieder am Anfang meiner Fressphase bin, setze ich mir ein realistisches Ziel in der Ferne. Den 18.Oktober.
Das sind noch 46 Tage für 3 Kilo.