Montag, 24. November 2014

Abnahme, Druck und weiter?

Letzte Woche bekam ich meine Deutsch-Klausur zurück, bei der es mir auch nicht so gut ging und wie erwartet: 3. Nicht gut. Gar nicht gut. Das riss mich etwas runter, mehr geben die Devise.
In Mathe, meinem so ziemlich schlechtesten Fach hab ich eine 2 bekommen. Normalerweise sollte man sich freuen, aber nicht, wenn man mit besserem gerechnet hat, und hätte ich nicht den falschen Ansatz bei einer Aufgabe gehabt, hätte ich auch die einzige eins des Kurses bekommen.
Warum ich in jedem Fach so auf die guten und besten Noten setze, hat einen einfachen Grund. Ich habe meinen möglichen Abi-Schnitt ausgerechnet. Mein Ziel ist seit vielen Jahren 1,8 und ich dachte, das wäre nicht mehr möglich, allerdings ist es das doch noch, aber dafür muss ich jetzt wirklich überall mein allerbestes geben. Und das ist jetzt mein Ziel! 1,8.
Was mir etwas dazwischenspielt, ist die Tatsache, dass mein Kopf nicht ganz will. Also ich mach schon ziemlich viel im Unterricht mit, aber meine Gedanken zwischendurch, ziehen mich aus der Schule raus und ich befinde mich plötzlich woanders. Es wird leichter, wenn ich abnehme, das habe ich letzte Woche bemerkt. Ich habe nicht viel abgenommen, gestern waren es 54.7, aber es ist doch ein Schritt in die Richtung, die ich will und das motiviert mich. 
Übergeben habe ich mich letzte Woche glaube ich nur zwei Mal. Montag und Donnerstag glaube ich, wobei Donnerstag einfach immer nur ein wieder ausspucken des Wassers war, was ich zuvor getrunken hatte, um irgendetwas hochzukriegen.

Vielleicht denkt ihr, dass ich mich schulisch unter Druck setze, vielleicht tu ich das, aber ich bin einfach nur zielstrebig und möchte mein Ziel erreichen.
Was mich unter Druck setzt, sind meine Eltern. Gestern zum Beispiel kamen die Pläne: Abitur im Juni,Praktikum Juli-September, Studium Oktober.
Hallloooooo... ich will erstmal Ruhe haben und mich nicht von einem ins andere stürzen. Aber okay. So wird es jetzt sein. Papa meinte die ganze Zeit, wie viel Geld ich verlieren würde, wenn ich mir so viel Zeit lasse und ich hab die ganze Zeit nur gesagt, dass es mir gar nicht darum geht möglichst schnell möglichst viel zu haben. Warum gehts in dieser Welt nur um Geld? Klar habe ich meine Träume und Vorstellung in finanzieller Hinsicht, aber warum muss es dann alles so schnell sein, auf den Erfolg getrimmt?
Ich habe Bock darauf, Karriere zu machen, mir steht das auch offen, aber keine Ahnung. Ich habe immer meinen Zustand im Hintergrund, die Frage, ob ich nicht vielleicht erstmal mit mir selbst klar kommen sollte, und ob mich das alles überforden könnte, wenn ich mich nicht erstmal um mich kümmere. Ich weiß nicht. Es ist so schwer seine Zukunft zu planen.

Das Hier und Jetzt ist im Moment ein Funktionieren, Leistungen bringen, Kalt bleiben, Nichts an sich ran lassen.

Letzte Woche zum Beispiel war ich mega gut drauf, hatte einfach so Lachanfälle, und habe dann aus Spaß das Design des iPhones von N. kritisiert. Extra mega aufgesetzt. Und dann kam ein Kommentar, was mich doch sehr verletzte:
Sky?! Verschon mich damit! Sei ruhig.
Gesagt, getan, ich sagte kein Wort mehr. Erst wollte ich die ganze Zeit noch Spaß sagen und dann wieder normal sein, aber nach so einem Kommentar ging das nicht mehr. Es wurde kritisiert, dass ich auf meine Art glücklich war. Fassade durchrissen, Nicht gewollt werden wieder da.
Zwei Tage später sagte er dann:
Du bist so zickig, schon die ganzen Tage.
Aua. Tschau.
Seitdem habe ich auch hier meine Fassade aufgebaut und lasse nichts mehr an mich ran, und ich rede auch nicht mehr mit ihm, wie es sonst ist.
Ich kann das nicht. Ich isoliere mich sofort und jetzt sogar komplett von allem und jedem. Jetzt hat niemand mehr eine Ahnung von allem. Moritz (mein Freund) hört übrigens schon seit September nicht mehr über mein Kotzen, Schneiden oder sonst was. 
Ich lebe das jetzt also wieder endgültig für mich. 
Ich lese wieder Wintermädchen. Ich mache mir wieder mehr Gedanken über den Weg des Fastens, anstatt des Essens und Kotzens.
Beides vielleicht nicht der Hammer, aber das ist mein Leben im Moment einfach.
Irgendwie auch ein Ausgleich, zu der Welt, die von mir erwartet. 
So habe ich meine Welt, in der ich erwarte.

Ich erwarte die Woche weiter abzunehmen, weiter Fortschritt zu machen, meinen 1,8 Schnitt weiter zu sichern.

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