Heute begann die Projektwoche und ich nahm mir gestern vor, heute richtig offen, nett und ich zu sein. In meinem Projekt sind keine meiner "Freundin", weswegen ich die Chance sah neue Leute kennen zulernen. Ich war auch ehrlich motiviert, und das Wetter war auch gut. Aber mein Leben zog mir wieder einen Strich durch die Rechnung.
Mein Vater fuhr mich zum Bahnhof. Auf dem Weg kamen wir am Busbahnhof vorbei. Ich hatte die Fahrt über im Gefühl, dass ich M. dort sehen werde. Wir kamen dem Busbahnhof näher, und mein Gefühl täuschte mich wieder nicht.
Ich sah ihn sofort.
Lehnend an einer Säule, lachend, seine Hand um die Taille seiner Freundin.
Das war eine der Sachen, die am meisten weh tun.
Dieses Lachen, was er hatte, habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Schon über 5 Wochen nicht..
Ich riss mich im Auto zusammen, nahm es neutral hin.
Als ich dann am Bahnhof war hatte ich noch eine knappe Stunde Zeit, also beschloss ich mich zu quälen und ging zurück zu der Stelle, wo er war. Und er war dort immer noch mit seiner Klasse. Ich sah ihn nur nicht, aber ich spürte ihn.
Das ist der Grund, warum ich so gut wie jeden Tag an seinem Haus vorbei gehe.
Nur um ihn zu fühlen.
So auch heute Abend. Ich weinte ein wenig, aber im Endeffekt spüre ich Nichts. Bin leer.
Nochmal zurück zu meinem Projekt. Die Offenheit und gute Laune setzte ich mir zwangsweise auf, was natürlich nicht die ganze Zeit klappte. Aber mit einem Mädchen verstand ich mich ganz ok. Sie war nett und gab mir ein McSundaes aus.
Ich freue mich auf die Projektwoche zwar weiterhin, weil ich Modedesign mache und es echt Spaß machen wird, aber die Gedanken und Erinnerungen um M. lassen mich nicht in Frieden, wandeln sich nur zu Depressionen um.
Und alles, was ich zu tun habe, ist alles weg zulachen und zu tun, als ginge es mir gut.

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